Der richtige Ton

Podcasts gehören mittlerweile zu den angesagtesten Content-Formaten. Ein eigener Corporate-Podcast lässt sich mit überschaubarem Aufwand selber produzieren. Wie’s geht und worauf man dabei achten sollte.

Das gesprochene Wort hat im Vergleich zum geschriebenen Text einen grossen Vorteil: es ist menschlichen Ursprungs und schafft so Vertrauen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor in Zeiten von Fake News und Bullshit-TV. Ausserdem stellt ein Podcast gewisse Anforderungen an seine Hörer. Man muss sich Zeit nehmen und zuhören. Dass es sich bei Podcasts nicht um den im Netz üblichen „Snack Content“ handelt, muss kein Nachteil sein – im Gegenteil. Podcast-Hörer sind dafür viel eher bereit, sich auf Inhalte einzulassen und sich mit den besprochenen Themen vertieft auseinanderzusetzen. Deshalb verbreiten sich Podcasts zwar langsamer als andere Formate – dafür aber mit umso grösserer Nachhaltigkeit.

 

Die Möglichkeiten nutzen

Zunächst braucht jeder Podcast ein klares Konzept. Ziel sollte sein, das Medium sinnvoll zu nutzen – und nicht einfach anstelle eines Artikels einen Podcast zu machen. Das beginnt mit einer regelmässigen Erscheinungsweise und einer kohärenten Themenwahl. Auch das Storytelling sollte man dem Format anpassen. Podcasts bieten dazu eine Vielzahl genrespezifischer Stilmittel. Der wichtigste Grundsatz ist aber wie bei allen Content-Formaten die Relevanz des Inhalts. Potenzielle Hörer wollen emotional oder informativ abgeholt werden.

 

 

Die passende Technik

Bezüglich Themenwahl und Stilmittel gibt es kaum Grenzen. Handwerklich hingegen steht und fällt das Ganze mit einer sauberen Audioproduktion. Ein Tonstudio braucht man trotzdem nicht. Für ein reines Gesprächsformat reicht schon das iPhone und ein ruhiger Raum. Wer höhere Ansprüche hat, benutzt ein dynamisches Mikrofon mit Popschutz. Dieses zeichnet weniger Raumklang auf und eliminiert störende Umgebungsgeräusche weitgehend. Wer am Computer aufzeichnet und produziert benötigt zudem eine entsprechende Software. Für die meisten Produktionen genügen kostenlose Programme wie Audacity oder Garageband vollauf. Darüber hinaus gibt es kostenpflichtige High End-Lösungen wie Reaper oder Ultraschall.

 

 

Drei Patientinnen unter einer Decke 

Man kann sich nicht immer aussuchen, neben wem man liegt! Eine kriminelle Oma, eine unglücklich verlobte Motivationstrainerin und ein sich selbstüberschätzendes Influencer-Girl landen im selben Krankenzimmer. Die eine will sterben. Die andere leben. Und die dritte liegt dazwischen. Gemeinsam ist ihnen zunächst nur eins. Der Blick aus dem Fenster.
Eine Spital-Dramödie in 25 Akten. Als Webserie zum Mitlesen, als Podcast zum Mithören und am Ende als Buch. Mehr unter ksb.ch/libsig oder Spotify.

Kunde: Kantonsspital Baden, Text: Simon Libsig, Illustration: Oliver Suter

 

Gehört werden

Wichtig sind zudem das Hosting und die Auffindbarkeit des Podcasts. Die größten und bekanntesten Hoster sind Podigee, Libsyn oder Podcaster. Die Kosten sind meist von den hochgeladenen Datenmengen abhängig. Der Hosting-Anbieter erzeugt einen RSS-Feed, den man dann bei iTunes, Spotify und den wichtigsten Podcastverzeichnissen hinterlegt. Zusätzlich kann der Podcast natürlich auch auf der eigenen Homepage oder dem Blog eingebunden werden. Auch dafür gibt es kostenlos spezielle Plug-Ins. Alternativ können Podcasts auch über YouTube verbreitet werden. Mit Apps wie Headliner lassen sich dem Podcast unkompliziert Fotos, Bilder oder Untertitel hinzufügen. So aufbereitet kann man Ausschnitte aus Podcasts übrigens auch auf Social Media ausspielen und zusätzliche Reichweite generieren.

 

Tipps für saubere Tonaufnahmen
– Mikrofon mit Popschutz verwenden
– Umgebungslärm möglichst vermeiden
– Das Handy ausschalten
– Probeaufnahmen machen
– Ein Glas Wasser hilft gegen den trockenen Mund
– Besser zu laut als zu leise aufnehmen

 

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