Die Rausfrau

«Gute Geschichten», sagt Isabelle Frühwirt, «liegen überall. Man muss sie nur heben wie einen Schatz.» Das Rezept der neuen Junior RedActorin: Rausgehen zu den Leuten. Gedanken tanken. Loslegen.

 

Medienprofis werden nicht müde zu betonen: Authentische Geschichten erzählen, Kompliziertes eingängig aufschlüsseln und Leser, Betrachter oder Zuschauer dabei gut unterhalten – das funktioniert. Immer. Und am elegantesten im sorgfältig orchestrierten crossmedialen Konzert.

 

Grenzen ausloten

«Rausgehen, Geschichten abholen, das ist mein Ding.» Für Isabelle Frühwirt bedeutet Storytelling nicht zuletzt, hinter Kulissen zu blicken, Fachspezialisten eine mehrheitstaugliche Stimme zu geben und dem scheinbar Alltäglichen neue faszinierende Varianten zu entlocken. Die Bernerin, jüngste Verstärkung im RedAct-Team, hat das Veredelungsprinzip redaktioneller Beiträge schon früh verinnerlicht: «Grenzen ausloten, experimentieren, an Texten feilen, mit Bildern arbeiten, crossmedial denken, sattelfest werden in allen Disziplinen – all das findet mein ungeteiltes Interesse», sagt die 24-Jährige. Und die Leidenschaft dafür entwickelte sie schon früh. Noch vor der Matura verfasste Isabelle ihre ersten Beiträge in der «Wochen-Zeitung für das Emmental und Entlebuch». Dann, während des Studiums des Journalismus und der Kommunikation in Winterthur, tauchte sie ein in den Polit-Journalismus. «Arena» (SRF) und die Bundeshausredaktion der AZ waren ihre Stationen. «Hier lernte ich die politischen Klimazonen unseres Landes aus erster Hand kennen. Hinzu kamen das Kommunizieren bei hohem Tempo und klares Denken in unterschiedlichsten Situationen.»

 

Ihr letzter Halt vor RedAct führte Isabelle Frühwirt direkt in die Schaltzentrale der schweizerischen Energiepolitik: Beim Bundesamt für Energie (BFE) schloss sie nähere Bekanntschaft mit der Energiestrategie 2050, mit intelligenten Stromnetzen, aber auch mit der ultimativen Wohin-Frage bezüglich radioaktiver Abfälle. Ihr Fazit aus diesem einjährigen Hochschulpraktikum: «Das Arbeitsklima war von grosser Offenheit und purer Motivation geprägt. Ich durfte miterleben, wie die Zukunft der Energie Gestalt annimmt.»

 

Nase vorn behalten

Nun also bringt Isabelle frischen Wind in eine ohnehin schon ausgeschlafene Agentur. Für die Freizeit-Tennisspielerin ist dabei klar: «Wer es schafft, alle Kanäle on- und offline mit tollen Storys auf der ganzen Klaviatur der medialen Möglichkeiten zu bespielen, wird die Nase vorn behalten.»

Wer schreibt, der bleibt, besagt ein altes Branchen-Bonmot. In diesem Sinn: Welcome on board, Isabelle!