Mein Weg zu RedAct

Als junger Kreativer bist du im Welpenstadium. Man wirft dir einen Knochen hin – du rennst und hechelst. Alles ist spannend, weil neu.

Irgendwann beginnst du, eine eigene Sicht auf die Dinge zu entwickeln. Und mit einigen Jahren Berufserfahrung als Creative Director schält sich deine eigene Haltung heraus. Irgendwann wird sie dir wichtig. Du lernst nein zu sagen. Du lernst, ja zu sagen.

 

Habe ich mich grafisch lange Zeit mit klassischer Werbung befasst, so fasziniert mich heute Editorial Design viel mehr. Also weniger Plakate und Inserate, mehr Gestaltung von Zeitschriften, Magazinen im direkten Zusammenhang mit redaktioneller Arbeit. Verblüffenderweise merke ich, dass ich dann und wann ins Welpenstadium zurückfalle: Man werfe mir eine neue konzeptionelle Aufgabe hin und ich renne los. Was mich, vor allem bei längeren Strecken, wiederum ins Hecheln bringt. Doch das ist eine andere Geschichte.

 

Wichtig geworden ist mir auch das unternehmerische Umfeld. Ich mag gut begründete und ambitionierte Ziele. Ich mag Macher. Ich lasse mich gerne mitreissen und bin selbst zum Reisser geworden. Es inspiriert mich aber ebenso, wenn ich auch mal früher raus kann, weil ich als Vater Zeit mit meinem Sohn verbringen will.

 

Welpen unter sich

Nun trägt diese Kolumne den Titel «mein Weg zu RedAct». Tja, getroffen haben wir uns zufällig. Gemocht haben wir uns sofort. Doch viel wichtiger ist mir: Auch die Macher von RedAct tragen den Welpen noch immer in sich. Sie sind alle durch ein unternehmerisches Stahlbad gegangen und haben für sich eine klare Haltung entwickelt. Und die teile ich: Klar sein. Fair sein. Intelligent sein. Hohe Ziele stecken. Dienstleister sein ohne sich zu verbeugen. Knochen werfen.