Das beinahe geführte Interview: «Das klang wie Musk in meinen Ohren»

Im Starbucks Palo Alto, California Ave, um ein Haar angetroffen: ein sichtlich aufgebrachter Mark Zuckerberg und ein achselzuckender Elon Musk mit Unschuldsmiene und grossem Kaffeefleck am Hemd.

Der Facebook-Gründer und der Tesla-Chef haben Zoff wegen ihres abgebrannten SpaceX-Raketenspielzeugs. RedAct erwischte die beiden bei ihrem Streitgespräch.

 

Mister Musk …

Elon Musk (blickt überrascht hoch): Meine Freunde nennen mich Elon.

 

Na schön, Elon, so früh am Morgen und schon bekleckert?

Elon (schaut pikiert auf seine Brust): Das war nicht ich. Dieser neureiche Turnschuh-Sozialnetzwerker hat nachweislich seine persönlichen Emojis nicht im Griff.

Mark Zuckerberg: Der Kaffee war heiss. Elon hat aufgeschrien. Das klang wie Musk in meinen Ohren.

 

Ein Racheakt, wegen eines Unfalls? Dabei war diesmal ja kein Tesla-Autopilot im Spiel, sondern …

Elon: … Ach, lenk mich doch! Jetzt ist auf einer meiner SpaceX-Raketen halt mal Marks Lieblingssatellit hopsgegangen. Ist doch kein Drama.

Mark (mit deutlicher Zornesader auf der Stirn): Ist es doch! Der Satellit hätte übermorgen seine Position im Orbit einnehmen sollen. Damit wäre Zentralafrika online gegangen. Und zwar gratis. Für alle.

Elon: Als ob die dort unten keine dringenderen Probleme hätten, als Fakebook-Freundschaften zu schliessen. Lächerlich! Was Zentralafrika braucht, sind Solardächer, Speicherbatterien und Elektroautos. Von unserem Tesla Model 3 entwickeln wir übrigens gerade ein Safari-Offroad-Modell.

 

Der zerstörte Satellit war aber nicht gratis, sondern 200 Millionen schwer.

Elon: Na und? Mark könnte sich 320 Stück davon allein von seinem Privatkonto leisten. Ich hab das exakt nachzählen lassen. Facebook ist eine Geldmaschine, die mit Banknotendrucken gar nicht nachkommt.

 

Was man von Tesla im Moment nicht gerade behaupten kann.

Elon: Zumindest halten wir keine Patente zurück. Jeder kann von unserem Wissen profitieren.

 

Jetzt mal im Ernst, wie konnte dieser Unfall auf Cape Canaveral überhaupt passieren? Die Falcon-9-Trägerrakete explodierte ja vor dem Start, also im Stehen.

Mark: Diese Vollpfosten bei SpaceX, denen schneide ich die Ei … Sie nehmen das doch wohl nicht auf?

 

Eigentlich schon.

Mark: Nun, wie ich gerade sagte: Es ist alles ordnungsgemäss abgelaufen, niemand hat einen Fehler gemacht.

 

Das israelische Satellitenunternehmen Spacecom sieht sich durch das Raketen-Desaster jetzt aber am Rand seiner Existenz.

Elon: Trotzdem werden wir getreu unserer Firmenphilosophie von einer Klage absehen.