Einsteigen in die Zukunft mit selbstfahrenden Autos

Weniger Stress und mehr Sicherheit auf der Strasse dank selbstfahrenden Autos. Auto mobil – das Individualfahrzeug wird seinem Namen gerecht.

Egal ob Volkswagen oder Toyota, Ford oder das US-Militär – alle arbeiten sie an der kommenden Generation von Automobilen, die dem Fahrer das Steuer aus der Hand nimmt. «In fünfzehn oder zwanzig Jahren», prophezeit Martin Wietschel vom Fraunhofer Institut in Karlsruhe, «werden die Mehrzahl der Autos auf den Strassen autonomous vehicles sein.» In 30 Jahren wahrscheinlich alle. Wir stehen am Anfang einer Revolution, einer Umwälzung – ähnlich derjenigen, die ihren Lauf nahm, als Gottlieb Daimler vor mehr als hundert Jahren das Auto erfand.

Google-Car ist wohl das prominenteste selbstfahrende Auto, aber nicht das einzige. (Copyright Google-Car)

 

Stressfrei dank selbstfahrenden Autos

In Zukunft wird das Auto nicht mehr das sein, was es bis heute ist. Selbstfahrende Autos werden unseren Trip von und zur Arbeit angenehmer und stressfrei machen. Die Reisezeit lässt sich nutzen, und die lästige Parkplatzsuche wird eine Erinnerung sein, mit der wir unseren Kindern Angst einjagen können. Aber werden die Autonomous Vehicles uns auch den Spass nehmen am Autofahren?

Fakt ist: Vom traditionellen Auto im Strassenverkehr werden wir heute zunehmend enttäuscht. «Wir hatten ursprünglich die Erwartung, mit dem Auto immer schneller unterwegs zu sein. Das ist heute nicht mehr möglich», sagt Wietschel. «Dem Auto geht es an den Kragen.»

Die heute noch ansehnlichen Wachstumsraten in der Autoindustrie werden auf absehbare Zeit zurückgehen – selbst in China und dem übrigen Asien, denn auch da zeichnet sich eine Übersättigung des Verkehrs ab. Japan will den Individualverkehr schon in den nächsten Jahren stark einschränken, da sich die Nation den teuren Unterhalt von Strassen und Brücken nicht mehr leisten kann. Der Verkehr in Peking ist heute schon im Dauer-Kollaps, von den Umweltschäden mal ganz abgesehen.

 

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Freie Hände: In der Designstudie des Schweizer Autobauers Rinspeed brauchen die Fahrer ihre Zeit für Unterhaltung oder Arbeit. Pressebild Rinspeed AG

Mehr Sicherheit auf den Schweizer Strassen

Alleine auf Schweizer Strassen starben seit 1940 mehr Personen, als Lugano Einwohner hat. Alle 33 Stunden starb 2013 ein Mensch auf Schweizer Strassen. Mit Autonomous Vehicles auf den Strassen wird’s keinen Crash mehr geben. Keinen. Einzigen.

Wer keine Unfälle mehr baut, braucht auch kein Auto, das eineinhalb Tonnen wiegt. Aufprallschutz, Airbags – all das können wir uns sparen, mit extrem positiven Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Durch die Gewichtseinsparung erweitert sich die Reichweite von Batterien in E-Cars um ein Vielfaches.

Die Akzeptanz fürs selbstfahrende Auto ist da. Mehr als 40 Prozent der Befragten in einer Studie eines US-Herstellers sagten, sie würden sich ohne weiteres in ein selbstfahrendes Auto setzen.

 

Benzin im Blut? Da bleibt der Spass!

Aber wo bleibt der Spass? Geoff Wardle, ein US-Mobilitätsforscher, der mit seinem Roadster in Kalifornien gerne mal auf die Rennstrecke geht, sagt: «Wir werden uns Vintage Cars kaufen, ganz ohne Elektronik. Damit fahren wir zum nächsten Car Happening. Es wird Vergnügungsparks geben für Leute wie dich und mich mit Benzin im Blut.»